Warum Wald?

Zahlreiche Studien kommen zum Ergebnis, dass die Entwicklung von Kindern durch den Aufenthalt in der Natur günstig beeinflusst wird. NaturerfahrungenBild_Aktuell

…verbessern das Selbstvertrauen;

…fördern die Sprachkompetenz;

…machen das Spiel vielfältiger, intensiver und kreativer;

…verbessern das Sozialverhalten;

…stimulieren Lernprozesse;

…fördern Krankheitsresistenz;

…fördern motorische Fähigkeiten;

…sind ein entscheidender Motivationsfaktor für umweltgerechtes Handeln.

Zusammengefasst ist dies im Buch “Startkapital Natur – Wie Naturerfahrung die kindliche Entwicklung fördert” von Andreas Raith und Armin Lude.  Für dieses Buch wurden wissenschaftliche Studien im Bereich “Natur und kindliche Entwicklung” aus den letzten 15 Jahren gesichtet und ausgewertet. (Link zum Buch “Startkapital Natur”)

 


 

Im Detail:

  • Der natürliche Lebensraum Wald bietet Kindern Platz zum „Kindsein. Sie können sich frei bewegen und ihren Bewegungsdrang ausleben.
  • Der tägliche Aufenthalt in der Natur, die Naturerfahrungen, das Erleben der vier Elemente, verschiedener Witterungen, Jahreszeiten, Pflanzen und Tiere lässt sie die Mitwelt besser verstehen. Die Natur wird unmittelbar und direkt erlebt und über die Sinne erfahren. Achtung und Mitgefühl können aufgebaut, Ekel und Ängste abgebaut werden. Die Lehrperson wirkt als Vorbild für den behutsamen Umgang mit jeder Art von Leben. Die Naturbeziehung wird aufgebaut und vertieft.
  • Die erholsame Umgebung des Waldes und das freudige Tun in Wind und Wetter wirken sich positiv auf die seelisch und die körperliche Gesundheit aus und soll das Immunsystem stärken. Infektionskrankheiten werden weniger übertragen als in geschlossenen Räumen.
  • Die Bewegungsfähigkeit wird durch die vielfältigen fein abgestuften und individuell wählbaren Herausforderungen im abwechslungsreichen Gelände gefördert. Die Kinder sind deshalb auch im kognitiven Bereich leistungsfähiger.
  • Alle Sinne werden in der Natur vielfältig angesprochen, was dem heutigen Medienkonsum positiv entgegenwirkt, die Stille im Wald ist erfahrbar. Das Kind findet Stabilität durch innere Ruhe und Konzentrationsfähigkeit.
  • Durch die wechselnde Umgebung (Räume, Jahreszeiten), sowie unvorhersehbare Ereignisse und Begegnungen (Witterung, Tiere) wird die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gefördert.
  • Die Kinder sind eigenaktiv auf vielfältige Weise, im Gegensatz zu unserer Konsumwelt und müssen selber Lösungen finden oder gewisse unangenehme Situationen durchstehen.
  • Das freie Bewegen in der Natur lässt weniger Aggressionen entstehen und bietet ideale Möglichkeiten solche abzubauen. In einer kleinen Kindergruppe können Konflikte konstruktiv gelöst werden. Dies wirkt als Gewaltprävention.
  •  Im Umgang mit unstrukturiertem Spielmaterial wird die Kreativität und Fantasie gefördert.
  • Der Wald bietet viele Gelegenheiten für Herausforderungen jeden Schwierigkeitsgrades. Die Bewältigung solcher selbst gewählten Hürden und das Erreichen gesteckter Ziele  fördert das Selbstvertrauen.
  • Im Wald sind die Kinder mehr auf sich selber gestellt, entwickeln einen Zusammenhalt und helfen einander oft. Das freie Spiel bietet eine gute Voraussetzung für die Entwicklung von sozialen Fähigkeiten.